So wird Ihr Buch ein Erfolg

1. Erwartungen an den Ghostwriter

Ghostwriter, Ghostwriterin, Co-Autorin, Hilfe beim Buchschreiben gesucht …
Welches Schlagwort haben Sie benutzt, um auf genau diese Internetseite zu gelangen? Was hat Sie bewogen, eine Weile zu verweilen? Und welche Wünsche hätten Sie an mich, Ihren freundlichen Schreibgeist?

Letzte Frage scheint mir leicht zu beantworten: Dass aus Ihrer Lebensgeschichte ein gelungenes Buch wird, authentisch, einfühlsam und spannend! Dass ich eine gute Zuhörerin bin, aber auch das erspüre, was zwischen den Zeilen liegt. Dass ich heikle Szenen klar beschreibe, sie aber so umzusetzen verstehe, sodass auch die radikalsten Handlungen für Außenstehende nachzuvollziehen sind. Dass ich prägnant und fesselnd formuliere, der Leser oder die Leserin sollte das Geschriebene nicht mehr aus der Hand legen wollen. Aber vor allem: dass ich Ihre Schreibsprache erkenne und die Autobiografie, Memoiren, den autobiografischen Roman oder die Biografie Ihres Lebens in genau die Worte fasse, die Sie als Persönlichkeit auszeichnen.

Und da wir gerade beim Thema sind. Viele Autoren sind der Meinung, dass ein Ghostwriter lediglich „verdammt gut“ schreiben sollte. Doch es reicht nicht, Figuren lebendig werden zu lassen, die richtige Erzählperspektive zu wählen, inspirierte Dialoge zu finden und die „hohe Kunst der Rückblenden“ zu beherrschen. Genauso wichtig ist Empathie, also die Bereitschaft und Fähigkeit, sich in das Denken und Handeln anderer Menschen einzufühlen und liebevoll damit umzugehen.

Ich glaube, dass ich das schriftstellerische Handwerk ganz gut beherrsche und auch empathisch genug für ein nächstes Buchprojekt bin. Vielleicht gemeinsam mit Ihnen?

2. Der Klappentext ist keine Inhaltsangabe …

… auch wenn er über Inhalt und Genre Auskunft gibt. Er ist in erster Linie ein Marketinginstrument, das den vermeintlichen Leser oder die Leserin neugierig machen soll. In wenigen Sätzen das Wesentliche auf den Punkt bringen, darum geht es. Und niemals zu viel verraten, um die Spannung zu erhalten und zum Kauf zu motivieren:

Jenseits der Gefühle (Roman)
Als Michael und Alice zueinanderfinden, scheint es der Beginn einer perfekten Liebe zu sein. Den erfolgreichen Rechtsanwalt und die bildschöne Galeristin, beide im mittleren Alter, beide geschieden, verbindet schon seit Jahren eine Freundschaft und Vertrautheit. Michael ist seit der Trennung von seiner Frau endlich wieder glücklich. Doch der Schein trügt. Was sich zunächst nur unmerklich äußert, nimmt stetig Gestalt an: Alice beginnt Michaels Leben zu beherrschen. Sie übernimmt Stück für Stück die Kontrolle über ihn, nutzt seine Schwächen zu ihrem Vorteil aus und bringt sein Selbstwertgefühl ins Wanken. Michael, der immer den Wunsch hat, geliebt und gebraucht zu werden, gerät unbemerkt in eine gefährliche psychische Schieflage und einen Teufelskreis.

Ich bin verrückt, aber keine Verrückte: Die Geschichte einer Manisch-Depressiven (Erfahrungsbericht)
Von einer inneren, nicht zu bändigenden Kraft geleitet, lebt die Ich-Erzählerin Extreme aus, die in ihrem Umfeld nur Kopfschütteln auslösen:
In einem Moment fühlte sie sich als Millionärin, in einem anderen als Filmstar eines Softpornos, dann riss sie sich im Krankenwagen die Kleider vom Leib und legte schließlich ihr Neugeborenes nackt auf den Balkon, weil sie glaubte, nicht seine Mutter zu sein …
Mit schonungsloser Offenheit erzählt Elisabeth G. ihre Lebensgeschichte, die von der Autorin und Ghostwriterin Annette Piechutta niedergeschrieben wurde. So entstand ein ergreifendes Buch, das humorvoll und selbstironisch Einblick in eine „andere Wahrnehmungswelt“ gibt.

Der Mittelstandsturbo – 125 % und mehr! Ratgeber für unternehmerisches und persönliches Wachstum. Mehr Erfolg, mehr Wohlstand, mehr Zeit. Mehr Lebensfreude! (erzählendes Sachbuch/Ratgeber)
Ihr mittelständisches Unternehmen soll an die Branchenspitze! Mit diesem „kleinen“ Ratgeber kein Problem. Es braucht wenig Zeit, um ihn zu lesen. Auf Floskeln und langatmige Erklärungen wird verzichtet. Dafür erfährt der Leser/die Leserin in prägnanten, praxisnahen Kapiteln, wie mit einfachen betriebswirtschaftlichen Hebeln sowie dem festen Glauben an Wohlstand und Erfolg innere und äußere Grenzen gesprengt werden können.
Wenn Sie zu den fast vier Millionen Unternehmern in Deutschland gehören, die zum „Motor unseres Landes“ zählen, dann aktivieren Sie ab sofort den Mittelstandsturbo auf 125 % – und mehr!

3. Das Schreiben des Exposés …

… sollte Ihnen keinen Angstschweiß auf die Stirn treiben. Ich liefere die wichtigsten Teile dafür am Anfang des Manuskriptes gleich mit. Denn wir werden sie brauchen: Entweder, um einen klassischen Verlag für Ihr Buch zu interessieren, oder für die spätere Öffentlichkeitsarbeit.

Im Exposé geht es nicht nur um den Inhalt. Vielmehr gibt es die Grundidee, groben Handlungsverläufe und Figuren des Romans, der Biografie oder des Ratgebers wieder. Es informiert über Sie als Autor oder Autorin, warum Sie das Buch schreiben wollten, für welche Zielgruppe es gedacht ist und welchem Genre es zugeordnet werden sollte. Gleichzeitig werden Konkurrenzbücher im Markt benannt, um einem möglichen Verlagslektor eine Hilfe für die Beurteilung zu geben. Und, ganz wichtig: Am Ende sollten Textauszüge beigefügt werden, vorzugsweise der ersten Kapitel.

4. Der perfekte Titel für Ihr Buch

Haben Sie Ihren Buchtitel bereits im Kopf? Prima. Wenn nicht, finden wir den passenden gemeinsam mit einem Untertitel. Was macht einen guten Titel aus?, fragen Sie sich vielleicht gerade. Nun, er sollte neugierig machen, einprägsam und „einmalig“ sein. Vor allem sollte er zum Genre Ihres Buches passen. Als Ghostwriterin von bisher 65 Büchern sind mir und meinen Autoren/Autorinnen einige passende Titel eingefallen, so hoffe ich zumindest. Wie gefallen Ihnen diese?

  • Der Tiger im Nacken
    Mein Leben mit Angst und Panik
  • Ich bin verrückt, aber keine Verrückte
    Geschichte einer Manisch-Depressiven
  • How to Play the Game?
    Erfolgreich als Frau in einer maskulinen Geschäftswelt
  • Die Hofnärrin des Diktators
    Von der Propaganda missbraucht. Vom Publikum geliebt. Von den Mächtigen verboten
  • Endlich nicht mehr blond
    Eine schräge Beziehung in den 90ern

5. Die ersten Sätze entscheiden darüber …

… ob aus dem neugierigen Buchliebhaber ein begeisterter Leser oder eine begeisterte Leserin wird. Hier bereits sollte der sprachliche Stil des Textes erkennbar sein und die Handlung Einblick in die Figuren geben:

Erstes Kapitel: Die Hofnärrin des Diktators (Autobiografie)
Die Stille dieser Landschaft ist schön, dachte ich und hätte, wäre ich als Alida, die Künstlerin angereist, die Streusiedlungen und Steindörfer zwischen den Orangen- und Olivenhainen als Inspiration empfunden. Aber ich war als Studentin hier, machte wie üblich mit einer Gruppe Kommilitonen am Ende des Semesters ein Praktikum, um Mitglieder für die Partei zu werben und zu sehen, wie das vorgegebene Plansoll umgesetzt wurde. Nah an der Bevölkerung sein, hieß die Parole. Ich war der Bevölkerung nah, aber anders, als die Funktionäre sich das dachten.
Ich betrachtete die armseligen, winzigen Häuser, die Gemeinschaftsunterkünfte für Mensch und Vieh und das Partei- und Kulturhaus, ziemlich neu aber grau und trist. Ein schattenloser, ungepflasterter Weg schlängelte sich von einem baufälligen Stall bis zu einem provisorisch gemauerten Gebäude, mit schmutzigen Fensterscheiben und einem kaum mehr zu entziffernden Schild mit der Aufschrift „Ambulanz“. Ich richtete die Augen in den Himmel, der freundlicher war als dieses Dorf am Arsch der Welt, das sich für sein trockenes Klima rühmte und dreihundert Sonnentage im Jahr.
Ein Pferdefuhrwerk, beladen mit Maiskolben, erinnerte an Planwirtschaft, Ansporn und straffe Organisation, aber das Dorf war viel melancholischer und ärmer als ich je ein Dorf gesehen hatte, und ich verspürte eine gewisse Nervosität: Was sollte ich dem Parteikomitee berichten? …

Vorwort: How to Play the Game? Erfolgreich als Frau in einer maskulinen Geschäftswelt (erzählendes Sachbuch/Ratgeber)
Die Kommunikation und Gedankenwelt von Männern und Frauen ist komplett unterschiedlich. Das wurde mir sehr früh bewusst. Wenn ich als kleiner Junge zu meinem Vater gegangen bin, um etwas zu erfahren, sagte er meist: „Frag deine Mutter!“ Da sagte ich: „Nee, so viel will ich gar nicht wissen!“ Mir war damals schon klar, Frauen wissen viel mehr als Männer, und sie reden anders. Ihre Sprache ist emotionaler, weitschweifiger und sie gehen mehr in Details. Sie haben Freude daran, sich mitzuteilen.
Später, im Berufsleben, erkannte ich, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau steckt, sei es die Assistentin, Referentin, stellvertretende Abteilungsleiterin, die Ehefrau oder auch die Mutter. Da dachte ich: Wenn diese Frauen hinter den erfolgreichen Männern stehen, warum machen sie den Job dann nicht selber? Warum geben sie sich damit zufrieden, von der „zweiten Reihe“ aus zu agieren – mit weniger Ansehen, weniger Einfluss, weniger Geld?
Ich habe dann als Managementberater in zahlreichen Unternehmen gearbeitet und im Laufe der Zeit viele Menschen in Führungspositionen kennengelernt. Was mir auffiel, war, dass die Männer ihren Job meist als ein Spiel gesehen haben, das sie gewinnen wollten. Sie hatten Spaß daran. Die Frauen dagegen haben fast alle auf eine verzehrende Art und Weise gekämpft, da ging oft die Freude verloren. Sie fanden sich plötzlich auf einem Kriegsschauplatz wieder, den sie so nicht erwartet hatten, dem sie sich versuchten anzupassen, aber eigentlich nicht gewachsen fühlten.
Da waren also diese wissenden, gut ausgebildeten und fachlich kompetenten Frauen und ich fragte mich, wo liegt die Ursache des …

Erstes Kapitel: Jenseits der Gefühle (Roman)
Mein Leben geriet an einem Montag im April aus den Fugen. Alles begann harmlos, eigentlich wie immer. Ich lege großen Wert darauf, den Tag in Ruhe zu beginnen, und so streckte und reckte ich mich, bevor ich aufstand, schaute auf die Uhr, deren Zeiger fast auf vier zeigten. Vier Uhr morgens. Ich drehte mich auf den Rücken, verschränkte die Arme im Nacken und lauschte den Geräuschen im Haus, aber es war nur die Einsamkeit, die widerhallte. Alleine zu leben, daran hatte ich mich noch immer nicht gewöhnt.
Ich hörte noch einen Moment in mich hinein, schöpfte aus dem Stoff meiner Träume, stand auf und setzte mich ans geöffnete Fenster, durch das die frische, klare Morgenluft …

Erstes Kapitel: Ich bin verrückt, aber keine Verrückte. Die Geschichte einer Manisch-Depressiven (Erfahrungsbericht)
Das Leben schreibt die besten Geschichten, so sagt man, aber die Wirklichkeit kann so schrecklich sein. Wie um alles in der Welt soll ich meine Kindheit beschreiben? Meine älteste Schwester Karin würde die Schultern zucken. Es sei damals halt eine schwere Zeit gewesen, mit sieben Kindern und kurz nach dem Krieg, außerdem sei ich ein eigenwilliges Kind gewesen, da würde einem Vater schon mal die Hand ausrutschen, zumal das früher eine übliche Erziehungsmethode gewesen sei. Meine jüngere Schwester Marie würde mir ihr sanftes Lächeln schenken und bedauern, dass sie Vaters Liebling gewesen war. Und meine Mutter, wäre sie noch am Leben, würde ergeben die Augen zum Himmel richten und mir versichern, sie habe so manches Mal beim lieben Gott ein gutes Wort für mich eingelegt, was geholfen habe, schließlich habe mein Vater mich nicht totgeschlagen.
„Wie kommt das Mädchen hierher?“, fragte sich mein Vater wohl, als er nach Krieg, Gefangenschaft und Lazarett endlich nach Hause kam, desillusioniert und schwer verwundet. Ich war im Januar 1946 zur Welt gekommen und konnte ihm noch nicht sagen, WIE. Dabei hätte er es wissen müssen. Ich war nicht das erste Kind, das er gemacht hatte, und seinen Fronturlaub hatte er wohl vergessen …

Erstes Kapitel: Der Tiger im Nacken. Mein Leben mit Angst und Panik (Erfahrungsbericht)
Schon wieder so ein grauer Tag. War es überhaupt schon Tag? Ein heftiger Regen schlug gegen die Scheiben und hüllte das Zimmer ein wie ein undurchdringliches Spinngewebe.
Ich hörte Großmutter mit eiligen Schritten durch den Flur laufen. Es roch nach Kaffee, frischen Brötchen und dem abgestandenen Zigarrenrauch meines Großvaters.
Ich entschloss mich nur schwer, aufzustehen. Das Gewaltsame meines Traumes erdrückte noch immer meine Gedanken. Mit offenen Augen, suchend, lugte ich unter der Bettdecke hervor. Keine Ungeheuer, keine dunklen Gestalten in Sicht. Die Tür wurde aufgerissen. Erschrocken fuhr ich zusammen. Großmutter murmelte einen Morgengruß in ihrem besorgten Ton, dann riss sie mir die Bettdecke weg.
Ich war gewohnt, bei Regen nicht draußen zu spielen, den Keller nicht alleine zu durchstöbern und mit dem Fahrrad nur bis zur nächsten Kreuzung fahren zu dürfen. Ich bekam keine Rollschuhe, weil ich fallen, und keine Schlittschuhe, weil ich mit Sicherheit stürzen würde. Ich durfte nicht in den Kindergarten, weil Jungs mich dort verprügeln und Autos auf dem Weg dorthin überfahren könnten. Der schreckliche Gedanke, dass ich auch diesen Tag zu Hause verbringen müsste, beschlich mich. „Oma, darf ich …?“, fragte ich vorsichtig und schielte nach meiner Wollmütze, die an einem Haken hing. Großmutter legte die Hand auf meine schmalen Schultern, neigte ihren Kopf mit dem ergrauten Haar ein wenig zur Seite und blickte mich scharf an …

Erstes Kapitel: Mein wundervolles Spastik-Buch. Wie ich von Karin mit ‘ner Behinderung zu Karin, der Behinderten, wurde. Und wie ich mich mit „mehr Herz“ als Verstand aus der Opferrolle befreite (Erfahrungsbericht)
Hätte man mich, als ich etwa vier Jahre alt war, nach einer DIN-Norm bewertet, wäre ich mit Sicherheit durchgerasselt. Ich entsprach nicht der Norm. Meine linke Seite war defekt. Das wurde mir zum ersten Mal schmerzlich bewusst, als ich versuchte, mir für den Kindergarten die Schuhe zu binden. Es ging einfach nicht, ich bekam die Schleife nicht hin. Ich konnte weder die linke Hand bewegen noch das Beinchen anheben. Dazu war mein Fuß ein sogenannter Spitzfuß. Er steckte zwar in einem normalen Schuh, doch ich musste mit ihm auf Spitzen laufen.
Meine große Schwester Susanna, elf Monate älter als ich, wunderte sich. „Mensch, du kannst das ja immer noch nicht?“
Mir standen die Tränen in den Augen, so verbissen hatte ich geübt. Ich wollte unbedingt in den Kindergarten, und wenn das die Bedingung war, dann würde ich es auch schaffen.
Mutter unterbrach das Hantieren mit Teig und Schüssel. Es war Donnerstag, und da backte sie immer Kuchen: Rührkuchen, Obstkuchen, Streuselkuchen … je nachdem. „Pass mal auf, Karin, üb doch mal an der Bärbel.“ Bärbel war meine Puppe, sie trug einen Strampler und Schühchen …

Erstes Kapitel: Glückselig-Leid. Eine charmante Dreiecksgeschichte über einen unverbesserlichen Schwerenöter, der der Liebe wegen alles aufs Spiel setzt (autobiografischer Roman)
Für den frühen Vormittag ist heftiger Regen angesagt, aber der Himmel bleibt blau und wer weiß, wie das Wetter in Oberstaufen sein wird. Ich blicke kurz in den Rückspiegel, um zu prüfen, ob bei meiner Mutter und Tante Martha alles in Ordnung ist. Alles bestens. Sie sitzen sich am Tisch des Wohnmobils gegenüber und verzehren ihre mitgebrachte Brotzeit: Schwartemagen, Nussschinken und frisches Dinkelbrot, Rhöner Spezialitäten, auf die sie auch während ihrer ambulanten Kur nicht verzichten wollen. Ich kann es selbst kaum glauben, aber der Wagen ist vollgestopft mit Lebensmitteln, Hausrat und Mineralwasserkisten, dazu das komplette Bettzeug und ich frage mich, wie ich das viele Gepäck früher mit meinem Kombi transportiert habe.
Ich fahre gemütlich, wie einer, der Zeit hat, und hänge meinen Gedanken nach. Seit ich meine gut gehenden Bäckereifilialen an einen Großinvestor verpachtet habe, kann ich morgens wieder ausschlafen. Für mich bedeutete der Beruf des Bäcker- und Konditormeisters nicht nur die Kunst des Brotbackens und das Kreieren feinster Pralinen, von Marzipan und Konfekt. Backwaren handwerklich herzustellen und die Menschen damit zu versorgen, war meine Leidenschaft gewesen und ich war mit Herz und Seele dabei. Heute vertrete ich Spieluhren. Runzeln Sie nicht die Stirn, doch ich dachte damals, als ich die Anzeige in der Zeitung las, das ist was Schönes, da kannst du mit wenig Arbeit viel Geld verdienen, und so ist es auch – teilweise jedenfalls.
Diese letzte Bemerkung soll bescheiden klingen, denn es geht mir verdammt gut! Ja, ich bin mit mir und dem Leben zufrieden, habe auf der Überholspur gelebt und wenn es mal eng wurde, habe ich mir zwar Schrammen geholt, aber immer einen Ausweg gefunden. Jetzt bin ich fünfzig und muss mir keine große Mühe machen, um fünf Minuten nachzudenken und festzustellen, dass nichts Großartiges mehr kommen kann. Und was auch? …

Erstes Kapitel: Nur bei Bedarf! Die Abhängigkeitsfalle. Erfahrungsbericht einer „unbewussten“ Medikamentenabhängigkeit
Es war Mitte August 2010, als wir an einem Wochentag in unseren mit Koffern beladenen Wagen stiegen, um Urlaub in La Manga zu machen. La Manga klang gut. Exotisch, weich und vielversprechend. Wie Urlaub eben. Und für einen Moment spürte ich so etwas wie Erleichterung. Ich hatte den Stress in der Firma tatsächlich bewältigt, die viele Arbeit und die Probleme mit dem Kollegen F., der … Aber daran wollte ich jetzt wirklich nicht denken.
Ich ließ das Auto an, stellte die Klimaanlage ein und schaute kurz zu meiner Frau hin, die mir aufmunternd zulächelte. Dann fuhr ich los. Fast zweitausend Kilometer lagen vor uns und es wäre sicher sinnvoller gewesen, nach Murcia-San Javier zu fliegen, doch ich litt unter Flugangst. Oft genug, wenn ich geschäftlich unterwegs gewesen war, hatte ich den Rückflug immer wieder hinausgeschoben. Ich war heil an mein Ziel gelangt, also hätte mich das beflügeln müssen. Trotzdem startete die geplante Maschine ohne mich. Bei der nächsten musste ich dringend zur Toilette und bei der übernächsten fand ich einen anderen Grund, um noch eine Weile auf sicherem Boden zu verweilen. Das Spiel betrieb ich so lange, bis der letzte Flug aufgerufen wurde. Den nahm ich dann, wenn auch mit zitternden Knien und einem flauen Gefühl im Magen.
Ich glaube nicht, dass meine Frau und ich uns während der Autofahrt nach Spanien angeregt unterhielten. Das Radio lief, aber vielleicht war es auch mein iPod, den ich angeschlossen hatte, und Shakira, Kesha, Robbie Williams und Unheilig sangen ihre aktuellen Hits. Elena und ich hingen, eingelullt von abwechselnd rhythmischen oder eher melancholischen Melodien, unseren Gedanken nach. Meine Frau dachte wahrscheinlich: Hoffentlich geht alles gut und es wird ein schöner Urlaub. Während ich mir einfach nur wünschte, Ruhe zu haben, nichts als Ruhe …

6. Das Persönlichkeitsrecht

Bei einem Buch mit autobiografischen Zügen stehen sich bei einer Veröffentlichung zwei Grundrechte gegenüber, die miteinander in Einklang gebracht werden müssen. Zum einen das Grundrecht der Kunstfreiheit aus Art. 5 Abs. 3 GG (Grundgesetz). Zum anderen schützt die im Buch beschriebenen Personen das allgemeine Persönlichkeitsrecht aus Art. 2 Abs. 1 GG.

Bei einer Autobiografie beziehungsweise einem „Roman nach einer wahren Geschichte“ gilt es, die vorkommenden Personen zu schützen und so darzustellen, dass sie nicht erkannt werden, insbesondere, wenn heikle Themen zur Sprache gebracht werden. Hierüber sollten wir vor Beginn eines Buchprojektes sprechen.

7. Ein Pseudonym wählen

Ein Pseudonym zu wählen, um die Privatsphäre zu schützen, wird insbesondere bei sensiblen Themen gerne von Autoren und Autorinnen genutzt. Ein solcher „Künstlername“ sollte gut klingen, zu dem Autor/der Autorin passen und nicht ein zweites Mal vorkommen.

Es gibt „offene“ und „geschlossene“ Pseudonyme. Bei einem offenen Pseudonym ist bekannt, wer hinter dem erfundenen Namen steht. Bei einem geschlossenen Pseudonym soll der bürgerliche Name in jedem Fall „geheim“ bleiben. Da in Deutschland eine Impressumspflicht besteht, in der die redaktionell verantwortlichen Personen mit einer ladungsfähigen Adresse genannt werden, muss der Autor/die Autorin einen Vertreter benennen. Hierzu kann – gegen eine einmalige Gebühr – ein Impressumsservice genutzt werden. Eine Auswahl hierzu finden Sie im Internet.

8. Die Veröffentlichung Ihrer Autobiografie, Ihres autobiografischen Romans, Erfahrungsberichts, Ihrer Biografie, Memoiren oder Ihres erzählenden Sachbuches (Ratgeber)

Prima! Wir haben es mit Leidenschaft, Fleiß und Freude gemeinsam geschafft, Ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Kenntnisse in ein Manuskript einzubringen. Im besten Fall ist eine Geschichte daraus geworden, die sich authentisch, einfühlsam und spannend liest. Die von der ersten Seite an fesselt, neugierig macht und den Leser/die Leserin durch eine lebendige Erzählweise in eine andere Welt eintauchen lässt. In Ihre Welt! Denn es sind Ihre Gedanken, die ich als Ihre Ghostwriterin aufgenommen und mit Empathie und handwerklichem Können in passende Worte gekleidet habe. Vor dem Auge des Lesers/der Leserin sollten Bilder entstehen. Und wenn zudem alle sieben Sinne angesprochen wurden, der Leser oder die Leserin den „Tiger im Nacken“ förmlich spüren kann, dann steht fest: Alles richtig gemacht!
Was jetzt noch fehlt, ist, das Manuskript zu einem gebundenen Buch werden zu lassen und – falls gewünscht – damit an die Öffentlichkeit zu gehen.

  1. Literaturagenten
    Ein Literaturagent/eine Literaturagentin hilft – gegen eine prozentuale Beteiligung an den Einnahmen –, einen passenden Verlag zu finden. Er oder sie verfügt über den direkten Draht zu den zuständigen Verlagslektoren, kümmert sich um die Rechtslage bei Autorenverträgen, überwacht die Verkaufszahlen, Honorarabwicklung und vieles mehr. Ein solcher Agent ist dann interessant, wenn der Autor/die Autorin nicht nur ein besonderes Thema für sich gefunden hat, sondern mittel- bis langfristig zu einer „Marke“ aufgebaut werden möchte.
  2. Klassische Verlage
    Es ist nicht gerade einfach, bei einem klassischen Verlag zu veröffentlichen. Der meist große Stamm an Hausautoren, die regelmäßig abliefern, lässt kaum mehr Platz im Verlagsprogramm. Das Buch sollte sich in jedem Fall vom Thema her abheben und ein größeres Lesepublikum ansprechen. Genre und Zielgruppe sollten klar zu benennen sein.
  3. Self-Publishing-Plattformen und -Anbieter
    Weil die Verlagssuche oft so schwierig scheint, bin ich froh, dass sich Self-Publishing, also die selbstständige Veröffentlichung eines Buches durch den Autor/die Autorin oder einen passenden Dienstleister, zu einem dynamischen Segment im Buchmarkt entwickelt hat. Aber vor allem, dass es eine hervorragende Gelegenheit für (noch) unbekannte Autoren geworden ist, ihr Buch schnell und unkompliziert auf den Buchmarkt zu bringen.

Zahlreiche erfolgreiche Autoren/Autorinnen verzichten sogar bewusst auf einen etablierten Verlag, weil sie sich in ihren Entscheidungen frei fühlen möchten – und die Verdienstmöglichkeiten pro Buch höher sind. Warum verdiene ich als Autor oder Autorin bei dieser Art der Veröffentlichung mehr?, fragen Sie sich jetzt vielleicht. Weil es keine festgelegte Druckauflage gibt, sondern jedes einzelne Buch erst nach Eingang der Bestellung gedruckt wird!

Viele Self-Publishing-Autoren oder -Autorinnen arbeiten mittlerweile äußerst professionell, was zu einer größeren Akzeptanz bei der Leserschaft geführt hat. Den geschriebenen Text von einem Lektor oder einer Lektorin auf Sprache, Inhalt und Plausibilität prüfen zu lassen, scheint vielen längst zur Gewohnheit geworden. Manche engagieren einen Co-Autor oder Ghostwriter, der sowieso wissen sollte, wie ein Plot aufgebaut und ein Buch strukturiert wird.
Und ja, neben einer Druckauflage ist der Verkauf als E-Book selbstverständlich.

Interessante Anbieter für Self-Publishing-Buchveröffentlichungen:

tredition beschreibt sein Leistungsspektrum wie folgt: „Wir bieten die Freiheiten des Self-Publishing mit aktiver Vermarktung sowie Service- und Produktqualität eines Verlages (…) Unser kompetentes Team mit langjähriger Verlagserfahrung begleitet unsere Autoren bei dem Veröffentlichungsprozess sowohl per E-Mail als auch persönlich am Telefon. Mit unserem Umschlagdesigner und automatisierten Buchsatz stellen wir unseren Autoren Werkzeuge zur Verfügung, mit denen auch technisch weniger versierte Autoren sehr leicht ein professionell gestaltetes Buch veröffentlichen können …“

BoD – Books on Demand sagt Folgendes: „Mit BoD veröffentlichen und verkaufen Sie Ihre Bücher und E-Books im Buchhandel. Ihre Druckvorlagen und E-Book-Dateien werden in allen wichtigen Katalogen geführt und innerhalb kurzer Zeit produziert, sobald eine Bestellung eintrifft. Gleichzeitig wird Ihnen für jeden Verkauf eine Marge gutgeschrieben, die Sie selbst über den Verkaufspreis Ihres Titels bestimmen. Ihre Vorteile: Es entstehen keine Vorabkosten für Druckauflagen und Sie behalten stets die volle Kontrolle über Ihre Projekte.“

epubli meint: „Wir begleiten Sie von der Idee bis zum fertigen Buch: Mit Schreibtipps und Inspiration helfen wir Ihnen dabei, Ihr Buch zu schreiben. Anschließend können Sie die fertige PDF-Datei bei uns hochladen oder Ihr Word-Dokument kostenlos in ein ePub umwandeln. In unserer Partnerdruckerei wird Ihr Buch in hochwertiger Qualität produziert. Sie haben zusätzlich jederzeit die Möglichkeit, unser umfangreiches Vertriebsnetzwerk für die kostenfreie Veröffentlichung Ihres Buches zu nutzen.“

KDP (Kindle Direct Publishing) sagt zu seinen Leistungen: „Mit Kindle Direct Publishing können Sie eBooks und Taschenbücher kostenlos im Selbstverlag veröffentlichen und Millionen Leser auf Amazon erreichen. Sichern Sie sich einen schnellen Zugriff zu Kunden. Das Veröffentlichen dauert weniger als fünf Minuten und Ihr Buch erscheint innerhalb von 24 bis 48 Stunden in Kindle-Shops weltweit.“

Weitere Anbieter: neobooks, Tolino Media, Bookrix, Bookmundo, Twentysix, Nova MD, myMorawa.
Alle Angaben ohne Gewähr!

9. Nichts läuft ohne Marketing

Ob klassischer Verlag oder Self-Publishing, an Marketingmaßnahmen kommen Sie als Autor oder Autorin nicht vorbei. Ein klassischer Verlag wird zwar seine PR-Abteilung aktivieren, um auf Ihr Buch aufmerksam zu machen, doch von (noch) unbekannten Autoren wird persönlicher Einsatz verlangt. Und als Self-Publisher müssen Sie sowieso aktiv sein, bei der großen Anzahl von jährlichen Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt. Was also tun?
  1. Sie sollten unbedingt im Internet präsent sein durch eine eigene Website oder Facebookseite. Gestalterische Hilfe bieten zum Beispiel MyByte Media,  René Dasbeck, Moritz Dunkel und andere an. Aber vielleicht möchten Sie selbst kreativ werden. Reagieren Sie auf Rezensionen. Bedanken Sie sich, auch wenn die Meinung des Lesers negativ ausgefallen ist. Eröffnen Sie einen Blog. Anbieter: JIMDO, WIX, IONOS und andere.
  2. Halten Sie durch Rundmails (Newsletter) den Kontakt zu Ihren Lesern. Anbieter sind zum Beispiel: rapidmail, CleverReach, sendinblue … Lassen Sie Ihre Fans an der Entwicklung/dem Verkaufserfolg Ihres Buches durch kleine Geschichten, Gedanken und Begebenheiten teilnehmen.
  3. Bieten Sie Lesungen in zum Beispiel Buchhandlungen, Hotels mit entsprechendem Ambiente, Restaurants etc. an. Wichtig, die Atmosphäre sollte zu Ihnen und Ihrem Buch passen. Achtung: Die PR-Arbeit im Vorfeld durch Flyer, Plakate und Anzeigen in Regionalzeitungen nicht vergessen. Für die Lesungen selbst könnten Sie Sänger, Musiker, Moderatoren oder Performance-Künstler engagieren, sodass die Events zu etwas „ganz Besonderem“ werden.
  4. Schicken Sie Pressetexte an die regionale, überregionale und gegebenenfalls Fachpresse. Ein Artikel in einer entsprechenden Zeitschrift führt nicht selten zu weiteren Beiträgen und Besprechungen, sodass ihr Erfolg als Autor oder Autorin Fahrt aufnimmt. Behandelt Ihr Buch ein aktuelles, außergewöhnliches oder sehr spezielles Thema, sprechen Sie die Redaktionen von Talkshows, Radiosendungen und regionalen Fernsehsender an.
  5. Starten Sie im Internet eine Leserunde mit zum Beispiel lovelybooks.de, leserunde.de, wasliestdu.de. Ein Leseerlebnis für Autoren und Lesern, bei dem jeweils ein ausgewähltes Buch im Mittelpunkt der Gesprächsrunde steht. Im besten Fall IHR BUCH!
  6. Was halten Sie von einem Buchtrailer, werbewirksam und unterhaltsam? Anbieter sind zum Beispiel: MyByte Media, Grünewald Buchtrailer, Laura Newman …
  7. Legen Sie sich bei Amazon eine Autorenseite an. Ein interessantes Autorenporträt zeigt Ihren Lesern, wer sich hinter dem Buch versteckt und macht neugierig auf „mehr“.
  8. Und schließlich gibt es noch die Möglichkeit, eine Presseagentur zu beauftragen, die sich um die PR- und Öffentlichkeitsarbeit für Ihr Buch kümmert. Zum Beispiel: Buch Contact, Hauke Wagner/Luc Manes, Literaturtest …
Für die empfohlenen Dienstleister wird keine Gewähr übernommen.

10. VG Wort

Großartig! Ihr wissenschaftliches Buch, Fach- oder Sachbuch ist endlich herausgekommen und im Internet sowie in den regionalen Buchhandlungen zu beziehen. Nun könnten Sie sich bei VG Wort anmelden, einer Verwertungsgesellschaft, in der sich Autoren und Verlage „zur gemeinsamen Verwertung von Urheberrechten“ zusammengeschlossen haben.

Als Mitglied nimmt VG Wort für Sie die ihm vertraglich anvertrauten Nutzungsrechte treuhänderisch wahr, sodass eine angemessene Vergütung der Autoren für die „Nutzung des geistigen Eigentums“ sichergestellt wird. Die aus zahlreichen Quellen vereinnahmten Gelder werden nach festgelegten Verteilungsplänen an Sie als Mitglied weitergeleitet. Nähere Informationen siehe https://www.vgwort.de/die-vg-wort.html